sound


Alles trennt

nach einem Theaterstück von Rebecca C. Schnyder

Die alleinerziehende Mutter Renata lebt mit ihrer Tochter Lina in einer durch strenge Ordnungssysteme geprägten Welt.
Sie leben zurückgezogen und ohne Kommunikation nach außen in ihrer kleinen Stadtwohnung, doch eines Tages klingelt es und Lina öffnet die Tür. Es ist Leo.

 

Eine Coming-of-Age Story über die Befreiung von familiären und sprachlichen Mustern.

Text: Rebecca Schnyder
Regie/Produktion/Musik: Sarah Thöle
Musik: Camilo Bockmann
 
Sprecher :
Jennifer Münch (Lina)
Ulrike Münch (Renata)
Max Wagenmann (Leo)

FUNKpart03

“Mich überkam ein grenzenloses Gefühl der Freiheit. Wut und Frustration schossen aus mir heraus und das Gefühl, das ich bei diesem Ausbruch empfand, war pure Freude.”

 

Als in den 1980er Jahren Streetdance und Breakdance bekannt wurden, ordnete man alle Tanzrichtungen dem HipHop zu. Viele wissen bis heute nicht, dass es eine eigene Subkultur zu diesen Tänzen gibt. Den Funkstyle.

Funkstyle ist der Oberbegriff für verschiedene Stile, die Ende der 1960er an der amerikanischen Westküste, während der Funkära entstanden sind und sich bis heute weiterentwickeln.

Es wird vermutet, dass sich das Wort funk aus dem kongolesischen Wort lufuki und den englischen Wörtern stank und stinky zusammengesetzt hat. Der wirkliche Ursprung und damit auch seine exakte Wortbedeutung sind zwar nicht wissenschaftlich nachweisbar – jedoch wird es sowohl zur Herausforderung als auch zur Anerkennung in musikalischen Zusammenhängen verwendet – dabei hat das Wort immer eine etwas anrüchige, anzügliche und schmutzige Note.

 

Wir befinden uns im Jahr 1969; die Zeit der schwarzen Freiheitsbewegung in Amerika.

Auf einer Bühne befinden sich so viele, bunt und verrückt gekleidete, tanzende Menschen, dass sich ihre genau Anzahl nicht bestimmen lässt.

Zu erkennen ist eine Hammondorgel, ein Piano, eine Gitarre, ein Bass, ein Schlagzeug, mehrere Bläser, darunter ein Saxophon, eine Posaune und eine Klarinette. Im Vordergrund stehen die Backgroundsängerinnen in glitzernden Kleidern und der Bandleader und Sänger.

Jeder Musiker scheint völlig unabhängig zu musizieren und doch ergibt das ganze Chaos auf der Bühne eine harmonische Musik. Der allgegenwärtige Rhythmusteppich bildet hierbei die Verständigungsebene.

Mit seinem rauen, ebenfalls rhythmischen und erdigen Gesang, fordert der Sänger das Publikum auf:” get up, get into it, get involved!”

Das Publikum antwortet voll freudiger Erregung – niemand steht still.

Alle scheinen zu einem farbenfrohen, vibrierenden Ganzen zu verschmelzen. Die Bewegungen der Menschen spiegeln den Rhythmus und die unbändige Ausgelassenheit der Musik wieder – sie lassen sich Fallen und lösen sich vollkommen auf - jeder ist wer er ist und doch treffen sich alle auf der Eins.

- Ekstase

Musikalische Merkmale der Ekstase sind zum Beispiel:

einfache rhythmische Einheiten, die sich mit minimalen Variationen vielfach wiederholen und tiefe pulsförmige Strukturen, ergänzt durch scharfe, hochfrequente Modulationen.

Diese akustischen Reize der Musik führen zu einer körperlichen Reaktion, die sich in Spannung und Lösung unterteilt.

Die Technik der Funkstyletänze basiert ebenfalls auf dieser Unterteilung. Der Körper wird im Rhythmus der Musik angespannt, um einen Akzent zu erzeugen; wird der Körper wieder entspannt löst sich die angestaute Energie und es entsteht das lustvolle Gefühl der Ekstase.

fieldrecordings 2012

Ein Gespenst

Ausgangsmaterial für die Performance ist das Kapitel „Ein Gespenst“ aus Walter Benjamins autobiografischen Skizzen „Berliner Kindheit um Neunzehnhundert“. Der Text handelt von einem Einbruch ins elterliche Sommerhaus in Babelsberg in Anwesenheit der Familie. Dieses Ereignis koinzidiert auf eine seltsame Weise mit einem Traum des jungen Autors. Die Geschichte spielt im Grenzgebiet zwischen Wachen und Träumen, Realität und Phantasie.

 

Die Komposition des Klangkollektivs vereint die Verwobenheit der literarischen Erzählfäden mit der Aufhebung der zeitlichen Linearität in einer Überlagerung elektroakustischer und performativer Mittel. Markante Motive der Erzählung werden in live erzeugte und modifizierte Klänge übersetzt, der Text dient als Material für spielerische Wortpoesie.

 

M.I.R. Mutationen

Eine Smartphone_Hörspiel_App.

Müde und erschöpft nach der Arbeit? Sie kön­nen sich nicht erin­nern, wann Sie Ihre Freunde zuletzt gese­hen haben? Sie wol­len mehr vom Tag erle­ben? Die neu­ar­ti­gen For­schun­gen im Bereich der Neu­ro­phar­maka beschäf­ti­gen sich mit genau die­sen Fra­gen der moder­nen Leis­tungs­ge­sell­schaft. Ihr Denk­ver­mö­gen zu stei­gern, bleibt keine Uto­pie. Das Glück ist tast­bar. Das opti­mierte Gehirn genießt an- und aus­dau­ernde Leis­tungs­fä­hig­keit. Erkun­den Sie mit dem Sai­chi Fin­der auf einer Reise durch Ihre Stadt die Welt von Sai­chi Solutions. http://www.mir-radio.eu/hoerspiele/mutationen/

Kulturutopie - Workshop

hör_Spiel

Die Utopie - der Nichtort - die Vision einer besseren Welt.

Welche Möglichkeiten gibt es die Welt zum klingen zu bringen?
Ziel des Workshops ist es verschiedene akustische Erzählformen kennenzulernen und gemeinsam eine Klanggeschichte zu erstellen.
Alles ist erlaubt:
Geräusche, Musik, Sprache und Gespräche mit den Musikern, Machern, Besuchern und Künstlern des Festivals.

Vaterliebe

"Meine Eltern meinten immer zu mir: „Iss, damit du was wirst!“ Ich habe mich nicht daran gehalten und habe mein Leben trotzdem auf die Reihe bekommen."
Steffi, 26 Jahre


Vaterliebe ein Hörspiel von Sarah Thöle
gesprochen von Anne Lessmeister ( ca. 06:00 min)

Orginalmischung in 5.1

Premiere bei den ARD Hörspieltagen 2010

Die Künstlerin Sarah Thöle arbeitet in ihren akustischen Werken mit der Verflechtung von realen Umgebungen, fiktiven Erzählungen und musikalischen Elementen, womit sie es ihren Zuhörern möglich macht ihre vertraute Welt aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.

Ihr Schwerpunkt liegt auf akustischen Spielformen zwischen Kunst und Medien, wobei immer die Frage im Vordergrund steht : Wieviel Aufmerksamkeit braucht das Zuhören und wie kann es durch das Hinzufügen anderer Elemente unterstützt und erweitert werden?

 

 

Based on her intensive studies of radio- and sound-art, space plays a central role in the work of Sarah Thöle. The history of a place provides the framework in which the reception of the story takes place. The integration of real-world environments, fictional narratives and musical elements empowers the recipient to perceive his familiar world from a new perspective. In collaboration with other areas of Media Art, Sarah always likes to keep one question in mind: How much attention is needed to listen and how can it be supported and enhanced by other elements? 

 

En sus obras acústicas la artista Sarah Thöle entreteje ambientes reales, cuentos ficticios y elementos musicales con la visión de permitirle al escucha percibir su realidad a través de nuevas perspectivas.

Trabajando en conjunto con artistas de otros medios ella siempre mantiene en primer plano la pregunta: ¿Que tanto énfasis necesita la parte auditiva? y, ¿de que manera puede ser realizada y ampliada a través de otros elementos?